Sicherheit im Schnee beginnt bei Ihnen selbst
Körperliche Fitness ist das Sicherheitsprogramm, das Sie selbst in der Hand haben. Mehrmals wöchentlich Sport, am besten das ganze Jahr über, ist die beste Vorbereitung für einen fitten Start in einen tollen Skiwinter, denn mit Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit fahren Sie besser und vermeiden Unfälle mit Verletzungen.
Beim Wintersport selbst sollten Sie ein paar Dinge beachten, die gut für Ihren Körper – und damit auch für Ihre Sicherheit sind:
- Gehen Sie möglichst ausgeschlafen auf die Piste und geben Sie Ihrem Organismus Zeit, sich an die Höhenluft zu gewöhnen.
- Gönnen Sie Ihrem Körper eine kleine Aufwärmgymnastik. Damit kommen Sie schneller in Schwung und beugen Verletzungen vor. Außerdem verbessert sich so nachweislich die schnelle Wahrnehmung und Reaktion in kritischen Situationen. Deshalb ist es wichtig, vor der ersten Abfahrt, aber auch nach einer längeren Pause oder einer windigen Liftfahrt etwas für Sehnen, Bänder und Muskulatur zu tun. Dafür gibt es ein paar einfache, aber wirkungsvolle Übungen, die wir Ihnen empfehlen.
- Die ersten Schwünge im Schnee sollten immer locker und dosiert sein. Fahren Sie sich am Anfang langsam ein und nehmen Sie sich immer mal wieder Zeit für eine Pause zwischen den Abfahrten.
- Leichtsinnsfehler gegen Ende des Skitages sind ein Warnsignal, das Sie ernst nehmen sollten. Überfordern Sie sich nicht gleich am ersten Tag. Bei Ermüdungserscheinungen sollten Sie das Fahren deshalb besser frühzeitig beenden und sich für den nächsten Tag erholen.
- In der Höhe braucht der Organismus mehr Flüssigkeit, regelmäßiges Trinken hält länger in Form, am besten geeignet sind Tees und Saftschorlen.
- Schützen Sie Ihre Haut: Auf dem Berg ist die Strahlungsintensität der Sonne wesentlich stärker als im Tal, das gilt übrigens auch bei Nebel. Deshalb gehören eine wasserfeste Sonnencreme mit höchstem Schutzfaktor sowie ein Lippenpflegestift, der vor Austrocknen und Bläschenbildung schützt, zur Grundausrüstung. Wer viel schwitzt, sollte öfter am Tag nachcremen.
- Feuchtigkeitscreme ist tabu, da diese bei extremer Kälte zu Erfrierungen der Hautoberfläche führen kann. Verwenden Sie besser fetthaltige Cremes, um die Haut vor Kälte zu schützen.
Einfache Aufwärm- und Dehnübungen:
- Fangen:
Zum Aufwärmen eignet sich dieses Kinderspiel perfekt und bringt gleich gute Laune.
- Hackentrick:
Der Klassiker unter den Dehnübungen. Ziehen Sie Ihre Hacke ans Gesäß, bis ein leichtes Ziehen zu spüren ist – kein Schmerz. Mit jedem Fuß drei Mal wiederholen.
- Drehung:
Einen Skistock hinter dem Kopf auf die Schultern legen, die Hände darüber legen und je drei langsame Drehungen nach links und rechts.
- Körperflanke:
Hände nach oben, und dann je drei Mal nach links und rechts dehnen.